Jetzt kommen wir zu zwei Ansätzen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber in der Kombination die absolute Meisterschaft in der Beziehungsgestaltung und Kommunikation ausmachen. Folgend eine kurze Beschreibungen für die „Architektur der sozialen Welt“ und das „Heilsame Lachen“.
Das Soziale Panorama nach Lukas Derks
Während viele NLP-Methoden sich auf das „Was“ wir denken konzentrieren, untersuchte der niederländische Psychologe Lukas Derks das „Wo“. Er entdeckte, dass wir unsere sozialen Beziehungen als eine Art 3D-Landschaft in unserem mentalen Raum anordnen.
- Beziehungen sind Raumbilder: Wir haben keine „Beziehung“ zu Menschen, sondern wir geben ihnen einen Platz in unserem mentalen Raum. Jemand, der uns „nahesteht“, wird auch mental nah und meist auf Augenhöhe visualisiert. Jemand, vor dem wir „Angst“ haben, steht oft riesig und drohend über uns.
- Die Macht der Standorte: Durch das soziale Panorama können wir soziale Probleme lösen, indem wir die mentale Position der Personen verändern. Schieben wir ein „übermächtiges“ Bild eines Chefs mental ein Stück weiter weg oder machen es kleiner, ändert sich die neurologische Reaktion sofort – wir fühlen uns sicher und handlungsfähig.
- Selbstbild-Design: Auch das Bild von uns selbst steht irgendwo im Raum. Lukas Derks entwickelte Techniken, um dieses Selbstbild zu stärken und Identitätskrisen in Minuten zu klären.
Dr. Roman Braun nutzt das Soziale Panorama, um echtes Charisma und Führungskraft zu entwickeln. Wer seinen inneren sozialen Raum aufräumt, strahlt im Außen Souveränität und Gelassenheit aus.
Provokative Therapie nach Frank Farrelly
Frank Farrelly war der „Enfant terrible“ der Psychotherapie. Sein Ansatz ist die radikale Abkehr vom „mitleidigen Nicken“. Er nutzt Humor, Ironie und liebevolle Provokation, um den Widerstandsgeist des Klienten zu wecken.
- Der Anwalt des Teufels: Farrelly bestätigt dem Klienten humorvoll seine schlimmsten Befürchtungen (z.B.: „Stimmt, Sie sind wirklich ein hoffnungsloser Fall, am besten wir geben gleich auf“).
- Das „Wachkitzeln“ der Ressourcen: Durch die Überzeichnung des Problems beginnt der Klient automatisch, sich zu wehren und seine eigenen Stärken zu argumentieren. Er tritt aus der Opferrolle heraus und übernimmt wieder die Verantwortung.
- Drahtseilakt der Empathie: Wichtig ist: Provokative Therapie funktioniert nur mit einem „strahlenden Herzen“. Es ist ein Spiel mit dem Klienten, kein Auslachen. Es nutzt die heilende Kraft des Lachens über die eigene Absurdität.
Dr. Roman Braun ist ein Meister darin, diese Technik im Coaching einzusetzen, um festgefahrene Denkmuster in Sekunden zu sprengen. Es ist das Werkzeug für den „Schnell-Check“ der eigenen mentalen Flexibilität.