Skip to main content

Mit Sobonfu Somé erreichen wir eine Dimension der Expertise, die weit über Techniken und Strategien hinausgeht. Während die westliche Psychologie oft das Individuum isoliert betrachtet, bringt die Weisheit der Dagara (Burkina Faso), die Sobonfu Somé in den Westen trug, die spirituelle und gemeinschaftliche Tiefe in das Trinergy-Modell.

Das Ritual als Transformationsraum

Für Sobonfu Somé war ein Ritual kein starrer Ablauf, sondern ein lebendiger Raum, in dem Heilung geschieht. Rituale dienen dazu, Übergänge im Leben (Geburt, Verlust, neue Lebensabschnitte) bewusst zu gestalten.

  • Vom Wissen zum Erfahren: Während NLP oft auf der mentalen Ebene arbeitet, verankert das Ritual die Veränderung in der Seele und im Körper.
  • Heilung von Schmerz: Besonders ihre Arbeit mit Trauerritualen zeigt, wie Emotionen, die im Alltag keinen Platz finden, in einem geschützten Rahmen sicher transformiert werden können.

Die Rückkehr zum „Wir“

In der modernen Welt fühlen wir uns oft getrennt. Sobonfu Somé lehrte, dass wir ohne Gemeinschaft nicht ganz sein können.

  • Spirituelle Zugehörigkeit: Wir lernen, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind – verbunden mit der Natur, den Ahnen und den Menschen um uns herum.
  • Zweck und Bestimmung: Ein zentraler Aspekt ist die Entdeckung der eigenen „Gabe“, die man in die Welt mitbringt, um der Gemeinschaft zu dienen.

Die Rolle der Ahnen

Ähnlich wie in der Systemik, aber mit einer tieferen spirituellen Note, betonte Sobonfu die Verbindung zu denen, die vor uns kamen.

  • Wurzelkraft: Die Ahnen werden nicht als „Geister der Vergangenheit“ gesehen, sondern als aktive Quellen von Weisheit und Schutz, die uns im "Hier und Jetzt" unterstützen, wenn wir die Verbindung zu ihnen pflegen.

Warum Spiritualität ein Teil von Trinergy-NLP ist

Ohne den „Spirit“ bleibt Persönlichkeitsentwicklung oft ein mechanisches Optimieren. Die Einflüsse von Sobonfu Somé sorgen dafür, dass die Teilnehmer von „NLP Kompakt“ eine tiefe Sinnhaftigkeit in ihrem Tun finden.

Dr. Roman Braun verbindet diese indigene Weisheit mit modernem Coaching. Es geht darum, nicht nur „effizienter“ zu funktionieren, sondern ein erfülltes Leben im Einklang mit den eigenen Werten und der Welt zu führen. Diese Rituale geben der Ausbildung eine menschliche Wärme und Tiefe, die man in klassischen Seminaren selten findet.

Spirituelle Rituale

Sobonfu Somé

Sobonfu Somé (1954–2017) stammte vom Volk der Dagara aus Burkina Faso. Ihr Name bedeutet „Hüterin der Rituale“. Sie sah es als ihre Lebensaufgabe, das alte Wissen und die spirituellen Traditionen ihres Volkes in den Westen zu tragen, um dort das Gefühl für Gemeinschaft und Verbundenheit zu heilen. Mit ihren Seminaren und Büchern (u. a. „Vom Glück des Gemeinschaftslebens“) schuf sie eine Brücke zwischen indigenen Weisheiten und moderner Psychologie.